Nach einem Angriff auf ein Frachtschiff haben die USA nach Armeeangaben Ziele im Iran angegriffen. Es seien iranische Raketen- und Drohnenlager sowie Radaranlagen an der Küste aus der Luft ins Visier genommen worden, teilte das US-Regionalkommando Centcom mit, was für die Golfregion zuständig ist. Die „unbegründete Aggression“ gegen das Handelsschiff sei „eindeutig“ ein Verstoß gegen die Waffenruhe gewesen.
US-Vizepräsident JD Vance schrieb auf Social Media, dass der Iran ein Abkommen über eine Waffenruhe unterzeichnet habe. Die USA hätten sich daran gehalten. Sollten iranische Vertreter Einwände gegen die Umsetzung der Vereinbarung haben, können sie sich telefonisch melden. >“Gewalt wird jedoch mit Gewalt beantwortet„, betonte Vance.
Iranischen Berichten zufolge wurden aus der Stadt Sirik in der vergangenen Nacht Explosionsgeräusche gemeldet. Einem örtlichen Behördenvertreter zufolge sind keine Schäden entstanden. Die Lage vor Ort sei normal, meldete die Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf den Beamten. Der Iran griff eigenen Angaben zufolge nach dem Bombardement mehrere US-Stützpunkte in der Region an. Welche Standorte betroffen sind, ist nicht bekannt. Auch zu möglichen Schäden ist nichts bekannt.
Bahrain verurteilte die vom Iran ausgehenden Drohnenangriffe auf sein Staatsgebiet. Man behalte sich das Recht vor, die Souveränität und Sicherheit zu verteidigen, meldete die staatliche Nachrichtenagentur. In dem kleinen Land befindet sich das Hauptquartier der fünften US-Flotte, im Tiefwasserhafen können auch die größten Kriegsschiffe festmachen.
Quelle: ARD



