Seit heute (01.06.) ist Sky Deutschland Teil der RTL Group. Damit sind die Geschäfte des Pay-TV-Anbieters in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sowie die Kundenbeziehungen in Luxemburg, Liechtenstein und Südtirol in der Hand von RTL.

Dafür hat RTL an Comcast jetzt rund 68 Millionen Euro in bar gezahlt. Und damit weniger als die eigentlich kommunizierten 150 Millionen Euro. Dies begründet man bei RTL damit, dass mit der Berücksichtigung von „marktüblichen Anpassungen des Nettoumlaufvermögens sowie schuldähnlicher Positionen, entsprechend der bargeld- und schuldenfreien Struktur der Transaktion„. Der Betrag kann sich noch einmal durch weitere Anpassungen nach Vollzug der Transaktion ändern.

Der Kaufpreis könnte sich ja ohnehin durch die im Deal vereinbarte sogenannte „Earn-Out-Komponente“ noch einmal deutlich um bis zu 377 Millionen Euro erhöhen. Diese Zahlung ist an die Kursentwicklung der RTL-Group-Aktie gekoppelt und wird fällig, wenn der Aktienkurs von RTL innerhalb der nächsten fünf Jahre die Marke von 36,26 Euro übersteigen sollte. Dieser Wert liegt wiederum weit unter den bei Abschluss der Transaktion im letzten Jahr mal kommunizierten 70 Euro. Derzeit liegt der Kurs der RTL-Group-Aktie bei 31,55 Euro. Die RTL Group hat eine Option, die potenziellen Earn-Out-Zahlungen in Aktien von RTL, in bar oder in einer Kombination von den beiden genannten Optionen (bar und Aktien) zu leisten. Dafür hat RTL vorsorglich inzwischen 3,75 Millionen Aktien zurückgekauft und will noch weitere 0,5 Millionen erwerben.

Durch die Übernahme des deutschsprachigen Geschäfts von Sky haben sich die Machtverhältnisse auf dem deutschen Fernseh- und Streaming-Markt deutlich verschoben. Zusammen haben RTL, Sky und WOW 12,3 Millionen zahlende Abonnenten. Das erklärte Ziel ist, innerhalb der nächsten drei Jahre nach Abschluss jährlich Synergien in Höhe von 250 Millionen Euro zu generieren. Man spricht von „Kostensynergien in allen Bereichen„. Im August will man im Zuge der Vorlage der Halbjahresbilanz einen aktualisierten Ausblick für das Geschäftsjahr 2026 vorlegen. Dann sind auch zum ersten Mal die Zahlen von Sky Deutschland für den Zeitraum Juni bis Dezember dabei.

Quelle: DWDL

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Waldemar
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