Der Mann, der im Mai letzten Jahres vor einer Bar in Bielefeld vier Menschen lebensgefährlich verletzt hat, muss lebenslang in Haft. Das Oberlandesgericht Düsseldorf sprach den 36-jährigen Syrer wegen vierfachen versuchten Mordes für schuldig. Das Gericht stellte die besondere Schwere seiner Schuld fest und ordnete eine Sicherheitsverwahrung an.
Dem Angeklagten fehlte jegliche Empathie mit den Opfern. Wegen seiner radikal-islamischen Gesinnung sei der Mann nach wie vor gefährlich und seine Prognose ausgesprochen ungünstig, hatte die Bundesanwaltschaft ausgeführt. Der Mann hatte sich in Syrien der Terrormiliz Islamischer Staat angeschlossen. Die Verteidiger des Täters hatten auf eine schwere Kindheit des Angeklagten verwiesen und auf die Depression, die ihm ein psychiatrischer Gutachter attestiert hatte.
Die vier Opfer hatten im Prozess berichtet, dass sie immer noch unter diesem Anschlag leiden. Bei dem Angriff am 18. Mai 2025 wurden eine Frau und drei Männer lebensgefährlich verletzt. Der Angreifer hat sie mit einem präparierten Gehstock attackiert, an dem ein Messer mit einer 18 Zentimeter langen Klinge geklebt war. Er soll dabei „Allahu akbar“ gerufen haben.
Der Angeklagte hatte die Tat in der Untersuchungshaft Psychologen und Psychiatern gestanden und im Prozess in seinem Schlusswort eingeräumt. In der U-Haft hatte er auch erzählt, dass er schon in Syrien zwei Menschen getötet hat, darunter seinen Halbbruder, im Auftrag des IS.
Quelle: WDR, dpa



