Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant einem Medienbericht zufolge bei der Reform der Pflegeversicherung die Beiträge für Kinderlose zu erhöhen. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf Koalitionskreise berichtet, soll laut den Plänen der Ministerin der Beitragszuschlag für Kinderlose um 0,1 Prozentpunkte auf 0,7 Prozent steigen.
Versicherte, die keine Kinder haben, sollten demnach in Zukunft ab einem Alter von 23 Jahren insgesamt einen Beitragssatz von 4,3 Prozent zahlen. Bei Versichern mit Kindern bleibt alles beim Alten. Der Arbeitsgeber-Anteil beträgt 1,8 Prozent. Bisher gab es vom Bundesgesundheitsministerium keine Stellungnahme dazu, berichtet die ARD. Wann Warken den Gesetzesentwurf zur Pflegereform ins Kabinett bringen wird, ist nicht bekannt. Ursprünglich hatte das Bundesgesundheitsministerium dafür einen Zeitpunkt von Mitte Mai angegeben.
Im Raum stehen bei der Reform unter anderem Änderungen der Einstufung der sogenannten Pflegegrade und bei der Beteiligung der Pflegeversicherung an den Unterbringungskosten in die Pflegeheime. Fachverbände kritisieren die Pläne der CDU-Ministerin schon seit Wochen. Es wird befürchtet, dass es Kostensteigerungen für Pflegebedürftige und deren Angehörige geben wird.
Das Ziel dieser Reform ist die Entlastung der Pflegeversicherung. Warken hatte erklärt, dass das Defizit der Versicherung in den kommenden zwei Jahren insgesamt bei rund 22,5 Milliarden Euro liegen wird.
Quelle: ARD, RND



