Die Embracer Group wird in zwei eigenständige Unternehmen aufgespaltet. In einem offenen Brief hat sich Embracer-Gründer Lars Wingefors an die Aktionäre gewandt. Er hatte es dort auch angekündigt, was für viele sehr überraschend war.
Denn eigentlich war geplant, dass sämtliche Marken, Studios und Dienstleister unter das Dach von Fellowship Entertainment wandern sollen. Dies ist nun nicht der Fall. Nun sind es zwei Unternehmen und so sieht es aus:
Fellowship Entertainment wird sich auf die Entwicklung, das Publishing und die Auswertung von großen Blockbuster-Lizenzen fokussieren. Zu den Marken gehören dann „Der Herr der Ringe“, „Dead Island“, „Kingdom Come Deliverance“, „Metro“, „Darksiders“, „Tomb Raider“ und andere. Zudem gehören zum Portfolio wie Warhorse, Dambuster, Crystal Dynamics, 4A Games, Eidos Montreal und Fishlabs mehr als 2.100 Mitarbeiter. Zudem wird es auch das Studio Embracer geben, das alle weiteren Studios, Publisher sowie Dienstleister umfasst. Der Fokus hier liegt auf der Entwicklung und dem Vertrieb von PC- und Konsolenspielen mit mittelgroßem Budget, Retro-Games und -Konsolen, Mobilegames, Distribution und dem Film- und Seriengeschäft. Dazu gehören unter anderem THQ Nordic samt den deutschen Töchtern, außerdem Limited Run Games, der Rennspiel-Spezialist Milestone und viele weitere Unternehmen. Zu den Marken gehören „Gothic“, „Destroy All Humans!“, „Titan Quest“, „Ride“, „Moto GP“ und mehr.
In dem Schreiben an die Aktionäre begründet Wingefors den Strategiewechsel damit, dass man das volle Potenzial der Marken und Beteiligungen ausschöpfen will. Die Assets von Fellowship Entertainment seien nach seiner Einschätzung unterbewertet. Die Entscheidung erfolge auch mit dem Ziel, den Aktienkurs und damit den Börsenwert des Unternehmens wieder steigern zu können. Als kleinere Einheit soll Fellowship griffiger und damit „investierbarer“ werden.
Quelle: Gameswirtschaft



