Bundeskanzler Friedrich Merz hat beim Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) für tiefgreifende Sozialreformen geworben und dafür Pfiffe und Buhrufe bekommen. Mit seinem Appell, den Reformprozess als Chance statt als Bedrohung zu begreifen und daran mitzuwirken, drang der Bundeskanzler bei den Delegierten kaum durch.

Der CDU-Vorsitzende betonte erneut, dass ohne Wirtschaftswachstum der Wohlstand in Deutschland nicht zu sichern sei. Dazu seien tiefgreifende Reformen notwendig. „Wir haben es schlicht versäumt, unser Land zu modernisieren„, sagte er. Deutschland müsse sich aufraffen.

Das ist auf Kritik gestoßen. Als Merz dann über die beschlossenen Sparmaßnahmen bei der gesetzlichen Krankenversicherung gesprochen hat, gab es die ersten Pfiffe, Buhrufe und Zwischenrufe. Die im Sommer bevorstehende Rentenreform bezeichnete Merz als das „härteste Brett“ und betonte, dass es sich nicht um „Bösartigkeit von mir oder von der Bundesregierung“ handele, sondern um „Demografie und Mathematik„. Auch hier wurde der Bundeskanzler ausgebuht und es gab Gelächter.

Merz redete als erster Bundeskanzler von der CDU seit acht Jahren wieder beim DGB‑Bundeskongress. Zuletzt tat dies Angela Merkel im Jahr 2018. Sie wurde damals ausgepfiffen, als sie für die Rente mit 67 Jahren plädierte.

Quelle: ARD

Vorheriger ArtikelGestrandet auf einer Insel | Stranded Kids | GAMEBOY Time #353
Nächster ArtikelChristian Streich wird WM-Experte beim ZDF
Waldemar
Chef von Derchotv | Newsjunkie, Gamer, politisch Interessiert, Mensch, Freund und ein Wadi