Die Produktionsfirma Burda Studios macht dicht. Wie der Konzern auf eine Anfrage des Medienmagazins DWDL bestätigt, wird man das Unternehmen schließen. Der Grund ist der, nennt Burda „anhaltende Rückgänge im Bereich des linearen TV-Geschäfts und fehlende wirtschaftliche Perspektiven bei der Produktion von Inhalten für digitale Plattformen„.
Rund 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind von der Schließung betroffen. Burda hat eigenen Angaben zufolge mit dem Betriebsrat schon „Regelungen“ getroffen. Wie diese aussehen, ist nicht bekannt. Die Entscheidung kommt nur wenige Monate nach dem Amtsantritt von Jan Wachtel. Seit Jahresbeginn führte der ehemalige RTL-Manager als CEO den Bereich Burda Media, zu dem auch Burda Studios gehört.
Die Produktionsfirma musste in den vergangenen Jahren einige Rückschläge hinnehmen. Vor allem Ende 2024, damals endete nach fast 30 Jahren die Zusammenarbeit mit Kabel Eins beim „K1 Magazin“. Der Sender stellte das Magazin ein. Im letzten Jahr versuchte Burda Studios dann noch einmal mit einem verkleinerten Team, das Geschäft zu stabilisieren und auch mehr Aufträge von solchen Unternehmen zu ergattern, die nicht hauptsächlich klassische TV-Sender betreiben.
Die Geschichte von Burda Studios ging bis ins Jahr 1995 zurück. Damals wurde das Unternehmen als Focus TV Produktions GmbH gegründet. Es machte über Jahre hinweg für ProSieben das Magazin „Focus TV“ und auch Reportagen für verschiedene Sender unter dem Label. Im Jahr 2012 erfolgte dann die Eingliederung in die damalige Burda Intermedia Publishing, 2015 kam es dann zur Umbenennung in Burda Studios.
Das Unternehmen gehörte zuletzt zu den Produktionsfirmen, die das RTLzwei-Format „Grip“ produzierten. Wie RTLzwei dem Medienmagazin DWDL mitteilte, wird die Sendung auch weiterhin von Burda produziert, dann aber nicht mehr mit einer eigenständigen Firma.
Quelle: DWDL



