Lufthansa streicht bis Oktober rund 20.000 Kurzstreckenflüge. Unter anderem auch wegen dem angekündigten Aus der Regionaltochter Cityline. Seit dieser Woche bis Mitte Mai fallen jeden Tag 120 Verbindungen weg, wie der Konzern mitteilte. Ende April will man bekanntgeben, wie die „Flugplanoptimierung“ ab Juni aussehen wird.
Gegenüber dem ZDF erklärte ein Sprecher der Lufthansa, dass die 20.000 gestrichenen Flüge vor allem auf das Tochterunternehmen Cityline zurückgehen, aber nicht nur. Auch andere „unwirtschaftliche Kurzstreckenflüge“ im Streckennetz der Lufthansa Group würden gestrichen. Mit der Streichung der Flüge spare Lufthansa 40.000 Tonnen Kerosin, dessen Preis sich seit dem Beginn des Iran-Kriegs verdoppelt habe, so Lufthansa in einer Mitteilung. Mit den Anpassungen sinke die Zahl unwirtschaftlicher Kurzstreckenflüge. Das Angebot der Lufthansa soll über den Sommer über die sechs Drehkreuze Frankfurt, München, Zürich, Wien, Brüssel und Rom optimiert werden. Passagiere hätten weiterhin Zugang zum weltweiten Streckennetz.
Seit Montag (20.04.) wurden die ersten 120 täglichen Flugstreichungen mit Wirkung bis Ende Mai umgesetzt. Die betroffenen Passagiere seien informiert worden. So werden unter anderem die Strecken Frankfurt nach Bydgoszcz und Rzeszów vorübergehend in Polen sowie nach Stavanger in Norwegen ausfallen.
Die Lufthansa überarbeitet angesichts der Absenkung ihrer Kapazitäten auch die mittelfristige Streckenplanung. Weitere Details sollen zum Monatsende bzw. Anfang Mai veröffentlicht werden. Für die nun im Sommerflugplan vorgesehenen Flüge erwartet der Konzern eine „weitgehend stabile Treibstoffversorgung„.
Lufthansa hatte letzte Woche überraschend das sofortige Aus der Cityline bekanntgegeben.
Quelle: ZDF, dpa, AFP



