Die Bundesregierung rechnet wegen der Folgen des Iran-Kriegs für dieses Jahr nur noch mit einem Mini-Wachstum von 0,5 Prozent. Im Januar hatte die Regierung noch mit einem Plus von 1 Prozent gerechnet.

Die für dieses Jahr erwartete wirtschaftliche Erholung wird einmal mehr durch externe geopolitische Schocks ausgebremst„, sagte Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). „Der Krieg im Iran treibt die Preise für Energie und Rohstoffe in die Höhe. Das belastet die privaten Haushalte und erhöht die Kosten für die deutsche Wirtschaft.“ Für das nächste Jahr erwartet die Bundesregierung ein Wachstum von 0,9 Prozent. Dies hängt aber von der wirtschaftlichen Entwicklung und von den Entwicklungen des Konfliktes im Nahen Osten ab und ist mit „erheblichen Ungewissheiten“ verbunden.

Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar ist es zu Preissprüngen bei Öl und Gas gekommen. Grund ist die faktische Blockade der für die weltweite Energieversorgung wichtigen Straße von Hormus. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat seine Prognose für das Wachstum der Weltwirtschaft auch gesenkt. „Erneut droht die Weltwirtschaft, aus der Bahn zu geraten„, teilte der IWF letzte Woche mit.

Anfang April hatten schon führende Forschungsinstitute ihre Wachstumsprognose nach unten geschraubt, auf ein Plus von nur noch 0,6 Prozent. Der „Energiepreisschock“ im Zuge des Iran-Kriegs treffe die Erholung der deutschen Wirtschaft hart, heiße es.

Quelle: ARD

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Waldemar
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