Die Sozialdemokraten haben die Parlamentswahlen in Dänemark gewonnen. Die Partei von Ministerpräsidentin Mette Frederiksen bekam 21,9 Prozent. Dennoch ist es, trotz der stärksten Kraft, das schlechteste Ergebnis seit Jahrzehnten für die Partei. Ihre bisherige Dreier-Koalition der politischen Mitte hat keine Mehrheit mehr und ist weit davon entfernt. Aber auch ein rot-grünes Bündnis hat keine Mehrheit. Nötig ist im dänischen Parlament eine Mehrheit von 90 der 179 Sitze im Parlament.  

Dennoch hat Frederiksen ihren Hut für eine weitere Amtszeit in den Ring geworfen. Mit Anspielung auf die unsichere Weltlage durch den Ukrainekrieg und den Krieg im Iran sagte sie: „Wir haben unter sehr schwierigen Bedingungen die Regierungsverantwortung gehabt.“ Unter diesen Voraussetzungen sei das Wahlergebnis der Sozialdemokraten „okay„. Dänemark braucht eine stabile Regierung. Die Rechtsliberalen in der bisherigen Koalition von Verteidigungsminister Troels Lund Poulsen sind trotz der 10,1 Prozent die stärkste Mitte-Rechts-Partei.

Der „blaue Block“ aus bürgerlich-konservativen Parteien kommt auf insgesamt 77 Sitze, gegenüber den 84 Sitzen des „roten Blocks“ aus linken Parteien. Dazwischen steht die Rasmussens Partei mit 14 Sitzen. Sie könnte nun das Zünglein an der Waage werden, wer in Dänemark regieren wird.

Doch auch kleinere Parteien haben zugelegt. So hat die rechtspopulistische Dänische Volkspartei hinzugewonnen. Sie bekam 9,1 Prozent der Stimmen, im Vergleich zu den 2,6 Prozent bei der letzten Wahl. Aber linke Parteien haben auch zugelegt. Die sozialistische Volkspartei wurde mit 11,6 Prozent sogar zur zweistärksten Kraft.

Quelle: ZDF, dpa

Vorheriger ArtikelShoppingsender Channel 21 meldet Insolvenz an
Nächster ArtikelMehrjährige Haftstrafen wegen Mitgliedschaft in der Hamas
Waldemar
Chef von Derchotv | Newsjunkie, Gamer, politisch Interessiert, Mensch, Freund und ein Wadi