Die Gewerkschaft Verdi hat für den kommenden Montag (02.02.) zu bundesweiten Streiks im kommunalen Nahverkehr aufgerufen. Damit will man in der aktuellen Tarifrunde für die knapp 10.000 Beschäftigten in 150 städtischen Verkehrsunternehmen und Busbetrieben Druck auf die Arbeitgeber machen, wie die Gewerkschaft in Berlin mitteilte. Es ist davon auszugehen, dass in den betroffenen Verkehrsbetrieben der öffentliche Nahverkehr „zum Erliegen kommt„.

Seit November laufen die Verhandlungen, die in allen 16 Bundesländern meist mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden (KAV) geführt werden. Verdi fordert:

  • Deutlich bessere Arbeitsbedingungen, etwa durch Verkürzung der Wochenarbeitszeit und der Schichtzeiten,
  • Verlängerung der Ruhezeiten,
  • höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit.

In Bayern, Brandenburg, dem Saarland und Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird dazu auch über Löhne und Gehälter verhandelt. Verdi zufolge verweigerten die Arbeitgeber in den Verhandlungen bislang fast jede Verbesserung.

Neben den 150 städtischen Verkehrsunternehmen und Busbetrieben der Landkreise sind auch die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen. „Die Beschäftigten im ÖPNV stehen unter hoher Belastung durch extrem ungünstige Arbeitszeiten, Schichtarbeit und ständigen Zeitdruck„, erklärte die stellvertretende Vorsitzende von Verdi, Christine Behle. „Wir brauchen hier dringend Verbesserungen, um die hohe Fluktuation zu stoppen und wieder verlässlich Fachkräfte für den öffentlichen Nahverkehr zu finden„, sagte sie weiter.

Quelle: ZDF, AFP, dpa