Mit „Corona-Diktatur“ und „Rückführungspatenschaften“ sind gleich zwei Wörter zum „Unwort des Jahres 2020“ gekürt worden. Eine Jury aus Sprachwissenschaftlern und Publizisten aus Darmstadt hat dies am Dienstag (12.01.) mitgeteilt. Es ist auch das erste Mal, dass zwei Wörter zum „Unwort des Jahres“ gewählt wurde. Im Jahr 2019 wurde „Klimahysterie“ zum Unwort gekürt.

Dominierendes Thema der 1.826 bis zum 31. Dezember eingegangenen Einsendungen mit 625 unterschiedlichen Vorschlägen sei die Corona-Pandemie gewesen, sagte eine Sprecherin dem ZDF.

75 dieser Wörter haben den vier Unwort-Kriterien entsprochen. Darunter sind: „Absonderung“, „Systemling“, Wirrologen“ oder „Grippchen“, sind unter anderem nach Angaben der Jury zum Thema Corona-Pandemie eingegangen. Am häufigsten seien aber „systemrelevant“ (180) und „Querdenker“ (116) zum fast alles beherrschenden Thema des Jahres 2020 vorgeschlagen worden.

Die sprachliche Aktion „Unwort des Jahres“ möchte mit ihrer alljährlichen Aktion auf unangemessenen Sprachgebrauch aufmerksam machen und so sensibilisieren. Dabei werden Wörter gerügt, die gegen die Prinzipien der Menschenwürde oder Demokratie verstoßen, die gesellschaftliche Gruppen diskriminieren oder die euphemistischen, verschleiernden oder irreführenden Formulierungen sind. Schimpfwörter gehören nicht dazu. Seit 1991 wird das „Unwort des Jahres“ gekürt.

Quelle: zdf.de

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