Der Präsident des Militärischen Abschirmdienst (MAD), Christof Gramm, muss gehen. Er werde im gegenseitigen Einvernehmen ausscheiden. Das Bundesverteidigungsministerium unterrichtete die Obleute im Bundestag über diesen Schritt. Dieser soll den Reformprozess in der Bundeswehr nach rechtsextremen Vorfällen voranbringen.

Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) habe entschieden, Gramm im nächsten Monat von seiner Aufgabe zu entbinden, teilte ein Sprecher mit. Seit 2015 ist der Jurist Gramm Chef des MAD. „Er soll in den einstweiligen Ruhestand versetzt werden“, heiß es. Über die Nachfolge werde in Kürze entscheiden.

Im Kampf gegen Rechtextremismus in der Bundeswehr kommt dem MAD eine wichtige Rolle zu. Zu seinen Aufgaben gehöre es, „extremistische Tendenzen frühzeitig zu erkennen und die handelnden Personen sowie mögliche Netzwerkstrukturen vollständig zu identifizieren und aufzudecken“, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums.

Der MAD werde dafür nun konsequent modernisiert und weiterentwickelt. Netzwerkanalysen und die intensive Zusammenarbeit mit anderen Behörden sollen dazu gehören, sowie die Erneuerung von Organisation, Arbeitswesen und Personal.

Quelle: zdf.de

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