Aus einem Berliner Polizeicomputer wurden illegal Daten des Satirikers Jan Böhmermann abgerufen worden. Das berichtet die Frankfurter Rundschau in ihrem Online-Angebot.

Demnach wurden die persönlichen Daten in einem Drohschreiben benutzt, das mit NSU 2.0 unterschrieben wurde. Die Abfrage in Berlin sei nur wenige Tage, bevor das Schreiben versendet wurde erfolgt. Darin habe die private Adresse des ZDF-Moderators gestanden. Die hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) bestätigte dies, dass die Daten des bekannten Moderators abgefragt wurden. Sie machte aber keine weiteren Angaben darüber. Der Vorgang sei Teil von Ermittlungen im Zusammenhang mit rechtextremistischen Drohschreiben.

Die Frankfurter Rundschau liegt jedoch ein Drohschreiben von „NSU 2.0“ vor, in dem die Adresse von Böhmermann verwendet worden sei. Dies sei schon am 1. August per Mail versandt worden, also wenige Tage nach der Abfrage. Das Schreiben sei aber nicht an Böhmermann gegangen, sondern an andere Adressaten, schreib die Zeitung.

In letzter Zeit wurden immer wieder Drohmails von Rechtextremen per Mail vorrangig an Politiker und Journalisten geschickt. Die Verfasser unterschreiben die E-Mail mit „NSU 2.0“.

Quelle: rbb24.de

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