Der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez hat die EU-Mitgliedsstaaten zur Solidarität in der Corona-Krise aufgerufen. Um im Kampf gegen das Coronavirus als Union nicht zu scheitern, fordert er in einem Gastbeitrag der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, dass die EU eine „Kriegswirtschaft“ aufzubauen. In den letzten Wochen wurden zwar wichtige Beschlüsse von der Europäischen Zentralbank oder der EU-Kommission beschlossen, doch Sanchez findet das nicht genug.

Wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen fordert auch der spanische Regierungschef einen neuen Marshall-Plan für Europa. Von der Leyen hatte in einem Interview mit der „WELT am Sonntag“ erklärt, dass nötige Investitionen im EU-Haushalt wichtig seien. Dieser Etat sei in allen Mitgliedstaaten als Instrument des solidarischen Ausgleichs akzeptiert und müsse der Krise entsprechend angepasst werden. Sie betonte, dass viele Milliarden, die heute investiert werden müssten, um eine größere Katastrophe abzuwenden.