Mit regelmäßigen Abfragen und der Einrichtung eines Online-Registers soll die Zahl der Organspender in Deutschland wieder gesteigert werden. Der Bundestag hat am Donnerstag mehrheitlich für einen Entwurf einer Abgeordnetengruppe um Grünen-Chefin Annalena Baerbock gestimmt.

Es sieht vor, dass Bürger künftig bei den Behörden und Ärzten für Organspende sensibilisiert werden und ihre Spenderbereitschaft in einem Online-Register festhalten können. Für diesen Entwurf haben 432 Abgeordnete zugestimmt, 200 waren dagegen, 37 haben sich enthalten.

Vorher hatte der Bundestag die Einführung einer Widerspruchsregelung mit 379 zu 292 Stimmen abgelehnt. So wäre jeder Organspender geworden, wenn dieser sich nicht vorher ausdrücklich widersprochen hätte. Der bisherige Grundsatz, wonach eine Organspende die vorherige aktive Zustimmung des Verstorbenen oder der Angehörigen voraussetzt, wäre damit umgekehrt worden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte für die Widerspruchsregelung geworben, weil er darin ein besseres Mittel zur Steigerung der Organspenderzahlen sieht. Im letzten Jahr gab es nur 932 Organspender in Deutschland.

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