Die Zahl der Organspender in Deutschland ist letzten Jahr leicht zurückgegangen. Im Jahr 2018 waren es noch 955 Menschen, doch 2019 sind es nur noch 932 Menschen gewesen, die eins oder mehrere Organe für eine Transplantation gespendet haben, wie die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO) mitteilte.

Insgesamt seien 1.524 Nieren, 726 Lebern, 329 Lungen, 324 Herzen, 87 Bauchspeicheldrüsen und fünf Dünndärme gespendet worden. So wurden insgesamt 2.995 Organe bei 932 Verstorbenen 2019 gespendet. Jeder der Spende habe im Durchschnitt mehr als drei schwerkranken Patienten eine neue Lebenschance geschenkt. Trotz des Rückgangs bei der Zahl der Organspender äußerte sich die Stiftung positiv.

Im letzten Jahr wurden bundesweit demnach in den 46 Transplantationszentren 3.192 Organübertragungen durchgeführt. Deutschland profitiere damit wieder von Organspenden aus dem Ausland. Dadurch wurden 3.023 schwerkranken Patienten durch ein oder mehrere Organe ein Weiterleben ermöglicht oder eine bessere Lebensqualität geschenkt.

Bei der Anzahl der Organspender bleibt Deutschland eins der Schlusslichter. Mit einer Rate von 11,2 Organspendern auf eine Millionen Einwohner liegt Deutschland hinten im internationalen Vergleich. Am Donnerstag will der Bundestag abschließend über zwei Gesetzesentwürfe zur Neuregelung der Organspende in Deutschland debattieren, der Ausgang ist offen.

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