Russland hat eigenen Angaben zufolge die gefürchtete Mittelstreckenrakete Oreschnik gegen die Ukraine eingesetzt. Dies passierte in der Nähe der Hauptstadt Kyjiw. Das sei eine Antwort auf die „terroristischen Angriffe“ der Ukraine auf zivile Objekte in Russland, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau gegenüber der Agentur Interfax mit.

Kremlmachthaber Wladimir Putin habe die Rakete gegen Bila Zerkwa abfeuern lassen, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Morgen in einer Videobotschaft. Die Großstadt liegt im Gebiet von Kyjiw.

Die auch in Belarus von Moskau stationierte Oreschnik-Rakete (auf Deutsch: Haselstrauch) kann sowohl konventionelle als auch atomare Sprengköpfe tragen. Ihre extrem hohe Geschwindigkeit von bis zu 12.000 Kilometern pro Stunde und ihre Reichweite von bis zu 5.000 Kilometern machen sie zu einer potenziellen Gefahr für den gesamten europäischen Kontinent. Selenskyj sagte: „Das ist wirklich unverantwortlich. Es ist wichtig, dass dies für Russland nicht ohne Folgen bleibt.“ Zu Schäden in Bila Zerkwa machte er keine Angaben. Es war demnach der dritte Einsatz dieser Waffe in dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine.

Doch es kam nicht nur die Oreschnik-Rakete zum Einsatz. Bei massiven Angriffen durch Kampfdrohnen und Raketen sind in Kyjiw und in der umliegenden Region Behördenangaben zufolge mindestens vier Menschen getötet worden. Es gab zudem 56 Verletzte, darunter auch zwei Kinder, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mit. Nach Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte setzte Russland 90 Raketen und 600 Drohnen verschiedener Typen ein.

Quelle: ZDF, dpa, AFP

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Waldemar
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