Das große Thema bei der Parlamentswahl in Großbritannien ist der Brexit, doch der Sender Channel 4 wollte nicht darüber sprechen, sondern über das Thema Umwelt- und Klimaschutz. Dazu hat man die Parteivorsitzenden aller Parteien eingeladen, doch nicht gekommen sind Boris Johnson, Premierminister und Vorsitzender der Konservativen Partei und Nigel Farage, Vorsitzender der Brexit-Partei. Beide wollten sich nicht darauf einlassen und blieben der Debatte fern.

Die Konservativen haben stattdessen Umweltminister Michel Gove angeboten, doch der Sender lehnte es ab, weil die anderen Vorsitzenden es nicht akzeptiert hätten. Anstatt dann die Plätze leer zu lassen, hat Channel 4 dann zwei Eisskulpturen der Weltkugel hingestellt, die im Laufe dieser Debatte am Schmelzen waren. Dies sollte wohl die Dringlichkeit der Maßnahmen gegen den Klimawandel unterstreichen sollte.

Kritik gab es direkt von den Tories, die Channel 4 vorwerfen einen Vertreter ihrer Partei bei einer Debatte verweigert hätten. Sie schalteten die Medien-Aufsichtsbehörde Ofcom ein und beschwerten sich entsprechend. Man begründe dies damit, dass der Sender seine Neutralität und Ausgewogenheit, die in Zeiten vor Wahlen noch mit besonders strengen Auflagen verknüpft ist, verstoßen. Die Ofcom kann bei Verstößen Geldstrafen bis im Extremfall hin bis zum Lizenzentzug verhängen.

In einem Zusammenhang raunt man auch schon mal, dass nach einem – nach letzten Umfragen durchaus sehr wahrscheinlichen – Wahlsieg die Lizenz von Channel 4, die im Jahr 2024 ausläuft, einer Überprüfung unterziehen werde.

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