Boris Johnson will das EU-Austrittsabkommen nachverhandeln. Das hat er am Mittwoch in seiner Bewerbungsrede für den Parteivorsitz der Konservativen gesagt. Er sagte: „Nach drei Jahren und zwei verpassten Fristen müssen die EU am 31. Oktober verlassen und einem besseren Deal als mit dem, der drei Mal schon vom Parlament abgelehnt wurde. Ich will keinen No-Deal-Brexit, aber es ist doch nur vernünftig, sich auch darauf voller Kraft und Ernsthaftigkeit vorzubereiten.“

Schon mehrmals hatte Brüssel mitgeteilt, dass an dem Abkommen nichts mehr nach verhandelt werde. Johnson sieht es aber anders: „Wenn wir selbst den Mut haben, das durchzuziehen, können wir überzeugend in Brüssel auftreten und den Deal bekommen, den wir wollen. Brüssel will nämlich auch keinen Brexit ohne Abkommen. Zögern heißt Aufgeben. Wenn wir weiter alles hinauszögern, krepieren wir“, sagte er.

Der ehemalige Bürgermeister von London hat die besten Chancen neuer Parteichef der Tories und damit auch Premierminister Großbritanniens zu werden. Insgesamt bewerben sich zehn Politiker für die beiden Posten.

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