Acht Monate nach seiner Amtsübernahme hat der spanische Ministerpräsident Pedro Sanchez vorgezogene Parlamentswahlen angekündigt. Diese sollen am 28. April stattfinden.

Er sagte am Freitag in der spanischen Hauptstadt Madrid: „Spanien hat keine Minute zu verlieren, Spanien muss vorwärtskommen.“ Die Ablehnung des Haushaltsplans der Minderheitsregierung durch das Parlament am Mittwoch hatte eine Krise ausgelöst. Die nächste reguläre Wahl sollte eigentlich erst 2020 stattfinden.

Die Krise ausgelöst hatten die katalanische Unabhängigkeitsparteien. Sie haben mit den Konservativen und den Liberalen gegen den Etatentwurf der Minderheitsregierung gestimmt. Der Grund, weil Sanchez es abgelehnt hatte, auf ihre Forderung einzugehen.

Die Separatisten im Nordosten Spaniens wollten als Gegenleistung für ihre Stimmen unter anderen erreichen, dass sich der Regierungschef sich im Prozess gegen zwölf Verantwortlichen der Unabhängigkeitsbewegung gegen eine Verurteilung der Angeklagten ausspricht. Außerdem hatten sie die Einleitung einer Debatte über das Selbstbestimmungsrecht der Katalanen gefordert.

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