Der ehemalige Landeschef der AfD in Sachsen-Anhalt, André Poggenburg, verlässt seine Partei. Zum Abschied hat der rechtsnationale Politiker die Partei scharf kritisiert. Am Freitag bestätigte er der Deutschen-Presse-Agentur seinen Parteiaustritt.

Poggenburg, der in der Vergangenheit immer wieder durch verbale Entgleisungen auffiel, hat nach Angaben der „WELT“ zufolge schon eine neue Partei gegründet. Mit dieser Partei wolle er bei den Landtagswahlen in Sachsen, Thüringen und Brandenburg antreten, heiß es. Die Differenzen mit der Parteiführung in Berlin hätten „letztlich ein unüberbrückbares Ausmaß angenommen, so dass ich mich dazu entschieden habe, meinen politischen Kampf für dieses Land außerhalb der AfD weiterführen zu müssen“, sagte Poggenburg der Zeitung. Zudem habe die Partei Wahlversprechen gebrochen, weshalb ihm nur der Austritt geblieben sei.

Der neuen Partei, die der 43-Jährige gegründet hat, haben sich schon weitere enttäuschte AfD-Mitglieder angeschlossen. Im Vorstand der sitzen demnach Egbert Ermer und Benjamin Przbylla, die bisher der AfD-Sachsen angehört haben.

Poggenburg fiel in den letzten Wochen immer wieder wegen rechtsnationaler und rassistische Äußerungen auf. Beim politischen Aschermittwoch, im letzten Jahr, hatte er in Deutschland lebenden Türken aufs schärfste beleidigt. Im März trat er dann als Landeschef und Fraktionschef von Sachsen-Anhalt zurück.

Quelle: heute.de

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