Spitzenvertreter von CDU und CSU sind im Streit wegen der Asylpolitik in Deutschland in Berlin zusammen gekommen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) kam um kurz nach halb sechs Abends ins Konrad-Adenauer-Haus. Vorher hatte der CSU-Chef sich mit Kanzlerin Merkel und Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (beide CDU) getroffen. Dabei dürfte es um mögliche Lösungen für den Streit zwischen den beiden Unions-Parteien um die Flüchtlingspolitik gegangen sein.

Noch am Nachmittag kritisiert Seehofer die CDU-Chefin. In der Süddeutschen Zeitung sagte er: „Ich lasse mich nicht von einer Kanzlerin entlassen, die nur wegen mir Kanzlerin ist“, wird er in einem Online-Artikel zittert. Damit habe er auf das im Vergleich zum bundesweiten CDU-Abschneiden in Bayern deutlich bessere Ergebnis bei der Bundestagswahl angespielt. Seehofer wird darin als „tief verletzt und kampfeslustig“ beschrieben. Er sehe sich in einer „unvorstellbaren“ Lage: „Die Person, der ich in den Sattel verholfen habe, wirft mich raus.“

Nach der Rücktrittsankündigung von Seehofer steht die Zusammenarbeit der Union im Bundestag und damit auch die Regierungskoalition auf dem Spiel.

Quelle: n-tv.de

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