Großbritanniens Premierminister Keir Starmer lehnt trotz Rücktrittsforderungen einen Rücktritt als Premier ab. Seine Labour-Partei habe ein Verfahren zur Absetzung des Vorsitzenden, dieses sei aber nicht eingeleitet worden, sagte Starmer, Regierungsangaben zufolge, während einer Kabinettssitzung am Dienstagmorgen (12.05.).
Starmer war nach dem Wahldebakel seiner Partei bei den Regionalwahlen vergangene Woche unter Druck geraten. Bis gestern Abend (11.05.) stellten sich mehr als 70 Abgeordnete seiner Partei gegen ihn und forderten seinen Rücktritt.
Medienberichten zufolge sollen Innenministerin Shabana Mahmood und Außenministerin Yvette Cooper ihm einen Rücktritt nahegelegt haben.
In einer Krisenansprache hatte der 63‑Jährige gestern deswegen an seine Partei und an das gesamte Vereinigte Königreich gerichtet. Starmer übernahm die Verantwortung für die Wahlniederlage und kündigte an, jetzt vieles besser machen zu wollen. Zudem warnte er auch vor dem Aufstieg der Rechtspopulisten im Vereinigten Königreich. Wenn seine Partei es nicht hinbekomme, werde das Land „einen sehr dunklen“ Weg einschlagen.
Quelle: ZDF, AFP, dpa, AP



