Nach der schweren Sturzflut in Nepal und Tibet sind nach Behördenangaben bisher rund 630 Todesopfer zu beklagen, etwa 2500 Menschen werden noch immer vermisst. Die Lage in der Region bleibt weiterhin unübersichtlich, da viele Regionen im Gebiet von der Außenwelt vollständig isoliert sind. Die nepalesische Armee fliegt dort momentan ständig Hilfsgüter hin, wo keine Straßenanbindungen mehr sind. Gerettete werden per Hubschrauber in Notlager oder in die Krankenhäuser der Hauptstadt Nepals, Kathmandu, gebracht.

Bei einigen Problemen stößt Nepal, das Teile der Rettungsarbeiten alleine koordiniert hat, auf eine Grenze und braucht für die Bergung aus Tunneln sowie den Transport, die Identifizierung und Lagerung von Leichen spezialisierte Hilfe aus dem Ausland, wie Nepals Außerminister Shisir Khanal gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters sagte. Die Rettungsarbeiten sind zudem durch den Schlamm stark erschwert, der durch die Sturzflut entstanden ist. Die Helfer kommen nur mit schwerem Gerät oder auf allen Vieren an die Menschen ran.

Für die Angehörigen der Opfer ist es aktuell vor allem ein banges Warten, wie es weitergeht, und sie hoffen, dass es den Liebsten gut geht. An den Krisenzentren in Nepal werden regelmäßig Listen aufgehängt, die Namen von all denjenigen tragen, die gerettet werden konnten. Das gilt nicht nur für Familien im Flutgebiet, denn auch einige Familien in Deutschland dürften gerade noch sehr stark bangen, denn aktuell werden noch 517 Ausländer vermisst, darunter auch acht Deutsche, wie die nepalesische Tourismusbehörde mitteilt. Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigt die Zahl nicht direkt, spricht aber von „einer hohen einstelligen Zahl deutscher Staatsbürger unter den Vermissten.

Quelle: tagesschau

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