Der ChatGPT-Entwickler OpenAI wird nach Angaben seines Chefs Sam Altman seinen Börsengang verschieben. Damit wird dieser nicht mehr in diesem Jahr stattfinden. Wegen der aktuellen Sicherheitsbedenken bei Künstlicher Intelligenz (KI) wäre dies ein schlechter Zeitpunkt für einen Börsengang, sagte er in einem Interview mit dem Magazin „Fortunes“. Das Unternehmen spürt aber keinen Druck deswegen. Auf die Frage, ob ein Börsengang damit zugunsten von 2027 vom Tisch sei, sagte Altman, es werde nicht 2026 sein. Es gebe noch viel zu tun, um die Anforderungen an die Sicherheit zu erfüllen und herauszufinden, wie die Branche und Regierungen zusammenarbeiten könnten.

Die „New York Times“ hatte schon im Juni berichtet, dass OpenAI erwäge, seinen möglichen Börsengang mit einer Bewertung von einer Billion Dollar auf das nächste Jahr zu verschieben.

In dem Bericht deutete Altman zudem an, dass führende KI-Unternehmen kurz vor einer Vereinbarung wären, um die Entwicklung von neuer KI zu verlangsamen und gemeinsam an der Abwehr von Risiken zu arbeiten. Vorher hatte schon der Chef von Anthropic, Dario Amodei, ein bedachteres Vorgehen gefordert. Die Geschwindigkeit, mit der die Fähigkeiten von KI-Modellen verbessert werden, müsse gedrosselt werden. Der Fortschritt werde dennoch weiterhin schnell erscheinen. Die gewonnene Zeit müsse klug eingesetzt werden. Altman stimmte dem auf der Plattform X zu und erklärte, dass dies in den letzten Wochen ein Hauptthema von OpenAI gewesen sei.

Anthropic hingegen haben die Sicherheitsbedenken nicht gebremst und halten an einem Börsengang fest. Insidern zufolge will das Unternehmen frühestens im Oktober mit der Vermarktung des Börsengangs beginnen und diesen noch vor den Zwischenwahlen in den USA im November abschließen.

Die Sorge vor möglichen Schäden durch KI ist in dieser Woche noch weiter gewachsen, nachdem der Forscher bei Anthropic, Jacob Coxon, zurückgetreten ist. Zur Begründung sagte er, dass er eine größere Bedrohung durch KI sehe und die Möglichkeit, dass diese schon zum Ende des Jahrzehnts massenhaft töten könnte. Auch die Vereinten Nationen (UN) hatten gewarnt, KI könnte die Existenz der Menschheit gefährden.

Quelle: ntv

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Waldemar
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