Norwegen hat sein Staatsoberhaupt verloren, denn König Harald V. ist am Freitag im Alter von 89 Jahren in Oslo gestorben. Das teilte der königliche Palast mit. König Harald war 35 Jahre auf dem Thron und galt nach dem Tod der britischen Queen Elizabeth II. auch als der älteste regierende Monarch Europas.

Seine Kindheit war vor allem durch ein Leben im Exil geprägt, denn mit dem Überfall der Nationalsozialisten im Jahr 1940 musste die norwegische Königsfamilie ins Exil flüchten, wobei sich seine Familie auch trennte. Während sein Vater, der damalige König Olav V., zusammen mit seinem Großvater aus London den Widerstand gegen die Nazis geleistet hat, wuchs Harald in den USA auf. Diese Erfahrung mag auch seinen Einsatz für eine offene Gesellschaft als norwegischer König erklären. Zu seinem 25. Thronjubiläum 2016 sagte er: „Norweger sind auch aus Afghanistan, Pakistan und Polen, Schweden, Somalia und Syrien eingewandert. Zuhause ist da, wo unser Herz ist. Das lässt sich nicht immer mit Landesgrenzen beschreiben.“ Die Nähe zum Volk und seine Bodenständigkeit waren es auch, was viele Norweger an ihrem Monarchen geschätzt haben.

Der Tod von König Harald V. kommt für die norwegische Krone alles andere als unerwartet. Zuletzt hatte sich sein Zustand verschlechtert, er musste zuletzt sogar im Krankenhaus behandelt werden. Sein Leichnam wird nun in der Kapelle des Königsschlosses aufgebahrt, wo Menschen sich von ihrem Staatsoberhaupt verabschieden können.

Nachfolger des verstorbenen Monarchen ist sein Sohn Haakon VIII., für den es ein unsanfter Start werden dürfte. Hintergrund sind eine schwere Lungenerkrankung seiner Frau Mette-Marit, die auch Verbindungen zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat. Zudem kommt die Verurteilung ihres gemeinsamen Sohnes Marius Borg Høiby unter anderem wegen des Vorwurfes der sexuellen Gewalt an Frauen mit obendrauf.

Quellen: tagesschau, ZDFheute

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