Bundesverkehrsminister Steffen Bilger hat einem Bericht der „Bild am Sonntag“ zufolge Konsequenzen bei Vorstandsgehältern bei der Deutschen Bahn angekündigt. „Ich will, dass wir eine spürbare Verbesserung bei der Bahn erreichen, was die Pünktlichkeit anbelangt. Die bisherigen Werte sind völlig unzureichend„, sagte der CDU-Politiker.
„Es wird sich konkret auf die Bonuszahlungen von Bahnmanagern auswirken, wenn die Ziele, die der Bund vorgibt, nicht eingehalten werden.“ Der Bund bereitet derzeit eine neue Finanzierungsvereinbarung mit der Bahn vor, in der genau geregelt werden soll, wie viele Milliarden Euro für die Schieneninfrastruktur fließen sollen. Diese Gelder sollen künftig an Vorgaben geknüpft werden. „Ich finde, da haben die Bahnkunden und Steuerzahler einen Anspruch darauf, dass wirklich der Erfolg gemessen wird„, sagte der Minister. Er wolle festhalten, dass viele Bahn-Beschäftigte richtig gute Arbeit leisten. Wenn diese aber nicht zufriedenstellend ist, dann habe das auch Auswirkungen auf die Bezahlung.
Die Idee ist nicht neu: Bilgers Amtsvorgänger Patrick Schnieder (CDU) hatte in einem Strategiepapier angekündigt, die variable Vergütung von Vorständen und Führungskräften der Bahn mehr an die Ziele des Unternehmens zu knüpfen, also Boni an Erfolge zu knüpfen. Auch schon vorher war bei der Bahn die Pünktlichkeit des Fernverkehrs ein Kriterium für die Bonuszahlung an die Vorstandsmitglieder.
Bilger hält eigenen Angaben zufolge die vollständige Pünktlichkeit für unrealistisch. „Vereinbart mit der Bahn ist aktuell bis 2029 im Fernverkehr 70 Prozent„, sagte er. Von den Fernverkehrszügen seien im ersten Halbjahr dieses Jahres etwa 60 Prozent pünktlich gewesen. In den heißen Sommermonaten waren es noch weniger.
Quelle: ARD



