Die geplante Milliarden-Übernahme von Paramount-Skydance und Warner Bros. Discovery gerät ins Stocken. Eine US-Bundesrichterin hat die geplante Übernahme auf Eis gelegt.

Nach einer Klage von 12 Bundesstaaten darf der mehr als 100 Milliarden US-Dollar schwere Deal zunächst für zwei Wochen nicht vollzogen werden. In dieser Zeit will das Gericht über eine einstweilige Verfügung entscheiden, die den Zusammenschluss der beiden Medienkonzerne bis zu einer endgültigen Klärung verhindern könnte. Die klagenden Bundesstaaten sehen erhebliche Risiken für den Wettbewerb. Sie argumentiert, dass ein gemeinsames Unternehmen eine dominante Stellung bei erfolgreichen Kinofilmen einnehmen und damit den Wettbewerb zulasten anderer Studios und Kinos verzerren könnte.

Nach Einschätzung der zuständigen Richterin haben die Kläger zumindest glaubhaft gemacht, dass Paramount-Skydance und WBD zusammen über einen hohen Marktanteil verfügen würden. Das reichte aus, um den Vollzug der Übernahme vorläufig auszusetzen.

Die Trump-Regierung hatte schon die Übernahme genehmigt. Das US-Justizministerium kam zu dem Schluss, dass die Übernahme weder den Wettbewerb noch Verbraucherinnen und Verbraucher im Bereich Streaming, Fernsehen oder Film erheblich beeinträchtigen werde.

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhält diese Übernahme auch wegen der Eigentümerstruktur von Paramount-Skydance. Denn Besitzer des Unternehmens ist David Ellison, der Sohn von Larry Ellison. Er ist ein Unterstützer von US-Präsident Donald Trump. Kritiker dieser Übernahme befürchten vor allem durch diese Übernahme, dass die Trumpisten im Unternehmen dann den Nachrichtensender CNN so verändern, dass er nicht mehr unabhängig berichten kann. Trump hasst CNN sehr und sagte auch immer wieder, dass der Sender seinen Besitzer wechseln sollte.

Quelle: SPIEGEL, dpa

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Waldemar
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