Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) wird die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr deutlich stärker zulegen als eigentlich gedacht. In diesem Jahr dürfte das Wirtschaftswachstum mit 1,3 Prozent doppelt so stark ausfallen wie noch im Juli erwartet. Damals waren es noch 0,7 Prozent. Für das nächste Jahr rechnen die Ökonomen jetzt mit einem Plus von 1,1 Prozent. Das sind 0,1 Prozent mehr als bislang.
Der IWF positioniert sich damit wie die Bundesregierung, die letzte Woche die genau gleichen Prognosen veröffentlicht hatte. Dieser Optimismus basiert nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums auf der überraschend starken Widerstandsfähigkeit der deutschen Wirtschaft.
Zwei Drittel gehen auf die staatlichen Investitionen in die Infrastruktur sowie für Verteidigung zurück, zu einem Drittel auf Exporte, sagte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). Der deutsche Außenhandel konnte demnach zeitweise sogar von weltweiten Engpässen profitieren. Die Zulieferer in Deutschland profitieren auch vom Boom von Künstlicher Intelligenz (KI).
Nach Angaben des IWF wird sich auch die Eurozone besser entwickeln als gedacht. Die Wirtschaft im europäischen Währungsraum legt laut der neuen Prognose in diesem Jahr 1,1 Prozent zu. Im Juli waren es noch 0,2 Prozent. Für das nächste Jahr dürfte das Plus weiter bei 1,2 Prozent liegen. Das hat vor allem dank der starken Erholung in Irland und einer andauernden Dynamik in Spanien gelegen, erklärte der IWF. In den anderen Euro-Ländern sei die Wirtschaftsaktivität „weitgehend stabil“ geblieben. So würden weiterhin höhere Energiepreise und ein schwaches Vertrauen der Verbraucher das Wachstum bremsen.
Durch den Iran-Krieg, der von USA und Israel ausgelöst wurde, sind dadurch die Preise vor allem durch die Schließung der Straße von Hormus gestiegen.
Für die Weltwirtschaft rechnen die Experten des IWF für dieses Jahr mit einem Zuwachs von 3,1 Prozent. Vorher hatte man mit einem Zuwachs von 3 Prozent gerechnet. Für 2027 behalten die Experten ihre Prognose bei 3,4 Prozent.
Quelle: ZDF, dpa



