Der Schauspieler Ralf Richter ist im Alter von 69 Jahren gestorben. Das hat sein Sohn Maxwell Richter auf Instagram mitgeteilt. Er schrieb: „In der vergangenen Nacht ist unser Vater, Ralf Richter, verstorben. Für uns ist gerade eine Welt stehen geblieben.“ Der „Bild“ sagte Maxwell Richter, sein Vater sei seit längerem sehr schlecht gegangen, er hatte demnach Herzprobleme.
Ralf Richter sei zu Hause in Köln friedlich eingeschlafen, sagte seine Managerin der dpa. Sein Tod sei damit „unerwartet und viel zu früh“ gekommen, sagte Heidrun Buchmaier. „Er war immer ein fröhlicher und liebevoller Mensch, der immer etwas plante. Das war bis zuletzt so.“ Dabei sei er in den Rollen zwar rau, privat aber ein absoluter Familienmensch gewesen.
In seiner Karriere verkörperte er immer wieder zwielichtige Figuren aus dem Ruhrgebiet. Als Kind mit sieben Geschwistern wuchs er in Bochum auf. Geboren wurde er im Jahr 1957 in Essen. Bekannt wurde er einem breiten Publikum im Alter von 24 Jahren durch seine Rolle als Zentralemaat Frenssen im Film „Das Boot“ aus dem Jahr 1981. Der Film von Regisseur Wolfgang Petersen wurde damals ein Welterfolg und brachte vielen Schauspielern den Durchbruch.
Im Jahr 1999 spielte er in der zum Kultfilm gewordenen Ruhrpott-Komödie „Bang Boom Bang“ den Ganoven Kalle Grabowski und hatte damit einen weiteren großen Erfolg. Auch in anderen Serien und Fernsehserien war er zu sehen, darunter etwa in „Manta – Der Film“, „Der Eisbär“, „Vorstadtkrokodile“, „Tatort“, „SOKO“ und „Ein Fall für Zwei“.
Quelle: ZDF, AFP, dpa



