Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat die AfD die Wahl gewonnen. Die in dem Bundesland gesicherte rechtsextreme Partei kommt auf 43,8 Prozent der Stimmen, so das vorläufige amtliche Endergebnis der Landeswahlleitung.
Die CDU erlebt einen herben Absturz und bekommt nur noch 17,2 Prozent. Die SPD wird drittstärkste Kraft und kommt auf 9,3 Prozent, die Grünen bekommen 8,9 Prozent, die Linke bekommt 8,6 Prozent. Die FDP fliegt aus dem Magdeburger Landtag und erreicht nur noch 2,6 Prozent. Das BSW hat es in den Landtag geschafft und kommt auf 5,3 Prozent. Alle anderen Parteien erreichen insgesamt 4,4 Prozent.
Vor allem die CDU hat Federn lassen müssen. Sie verlor fast 20 Prozent ihrer Stimmen. Die AfD, die auch Nichtwähler mobilisieren konnte, bekam 23 Prozent dazu. Leichte Gewinne hatten die Grünen, die SPD, die Linke verlor etwas, die FDP verlor fast 4 Prozent. Das BSW war erstmalig bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt angetreten.
Im neuen Landtag von Magdeburg hat die AfD mit 39 Sitzen die meisten Abgeordneten, gefolgt von der CDU mit 15 Sitzen. Linke, SPD und Grüne haben alle 8 Sitze und das BSW kommt auf 5 Sitze. Die AfD, die allein regieren wollte, verfehlte ihren Wunsch, eine Alleinregierung zu führen. Denn sie braucht noch mindestens drei Sitze, aber diese hat sie nicht erreicht. Im ZDF-Interview sprach AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund deutlich, dass er auch für Neuwahlen plädieren würde.
Eine Regierung aus CDU, Linke, SPD, Grüne und BSW würde eine Mehrheit von 44 Abgeordneten bringen. Weil aber die CDU nicht mit den Linken zusammenarbeiten will, wird dies schwierig. Die Frage ist auch, ob und wie sich das BSW aufstellen wird. Denn man sagte vor der Wahl, dass man einen parteiübergreifenden Ministerpräsidenten eher unterstützen würde.
Die Wahlbeteiligung lag mit 77,8 Prozent deutlich besser als 2021.
Quelle: ZDF, Landeswahlleitung Sachsen-Anhalt, Forschungsgruppe Wahlen



