Nach einer vorläufigen Auswertung des Deutschen Wetterdienstes (DWD) war der Sommer 2026 einer der wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. „Auffällig und außergewöhnlich waren insbesondere die Extreme: Die Hitzewelle Ende Juni erreichte in Ausmaß und Folgen Dimensionen, wie sie in Deutschland bislang nicht beobachtet wurden„, teilte der DWD aus Offenbach mit.

Die Temperaturen stiegen zeitweise auf mehr als 40 Grad, tropische Nächte brachten nachts kaum Abkühlung. Weitere Details wird der DWD in seiner Sommerbilanz heute (31.08.) bekanntgeben.

Eine sogenannte Attributionsstudie des Wetterdienstes zur Hitzewelle Ende Juni ergab demnach, dass eine Hitzewelle dieses Ausmaßes ohne den Klimawandel statistisch unmöglich gewesen wäre. Mit Attributionsstudien lässt sich abschätzen, inwieweit der vom Menschen verursachte Klimawandel die Wahrscheinlichkeit und Intensität einzelner Wetter- und Klimaextreme verändert hat.

Besonders im Westen und Südwesten Deutschlands war der Sommer nach den vorläufigen Angaben auch sehr trocken. „Bei den Sonnenstunden dürfte sich der Sommer 2026 unter den sonnenscheinreichsten seit Beginn der Aufzeichnungen einreihen„, sagte der DWD.

In diesem Jahr sind in Deutschland nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts (RKI) bis Mitte August etwa 15.800 Menschen wegen der extremen Hitze gestorben. 9.600 dieser Todesfälle entfielen auf die Extremhitze Ende Juni, wie es im letzten RKI-Wochenbericht hieß. Weitere 4.000 Sterbefälle seien auf die hohen Temperaturen in den ersten zwei Augustwochen zurückzuführen. Damit sind mehr Menschen in diesem Jahr an Hitze gestorben als in den letzten 10 Jahren. Dem RKI zufolge könne die Zahl sogar noch höher liegen.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) sagte, dass bestehende Programme zum Klimaschutz geprüft und Hürden für Anträge und Befristungen abgebaut werden sollten. Man wolle wissen, wo die Länder Geld vom Bund investieren. „Wir werden außerdem aus dem Hitzesommer 2026 Lehren ziehen und konkrete Hilfen prüfen müssen„, sagte der CDU‑Vorsitzende. Das betreffe vor allem auch die Vorsorge für Waldbrände, und die Ausstattung von Feuerwehren und der weiteren Hilfsorganisationen, so Merz. Es geht aber auch um Gesundheitsprävention, die Folgen für den Verkehr sowie die Land- und Forstwirtschaft.

Quelle: ZDF, dpa, DWD  

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Waldemar
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