Der bekannte deutsche Unternehmer Klaus-Michael Kühne ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Das hat sein Konzern heute (22.06.) in einer Mitteilung bekanntgegeben. Er ist in der vergangenen Nacht in der Schweiz verstorben.
Jörg Wolle, der Präsident des Verwaltungsrats der Kühne+Nagel International AG, folgendermaßen zitiert: „Mit dem Tod von Klaus-Michael ist ein Visionär, ein großer Unternehmer und eine eindrucksvolle Persönlichkeit von uns gegangen.“ Geschäftsführer Stefan Paul ergänzte: „Klaus-Michael Kühne stand wie kein anderer für Logistik und den globalen Handel.“
Kühne hatte seine Karriere in einem Bankhaus in Hamburg begonnen. Später trat er in das familieneigene Speditionsunternehmen ein. Ab 1958 baute er das Geschäft dort kontinuierlich aus. Er investierte als Großaktionär in die Lufthansa, beim Bundesligisten Hamburger SV und in andere Unternehmen. Kühne+Nagel ist nach eigenen Angaben mit rund 88.000 Mitarbeitenden an über 1.300 Standorten in 100 Ländern einer „der weltweit führenden Logistikdienstleister“.
Der Hamburger SV trauert um den Mäzen, der vereinsintern „KMK“ abgekürzt wurde. In seiner Stellungnahme heißt es: „‘KMK‘ war für den HSV stets da, wenn dieser ihn brauchte.“ Weiter hieß es vom HSV: „Der HSV wird Klaus-Michael Kühne in Ehren behalten. Unser Beileid und Mitgefühl gelten seiner Ehefrau Christine.“
Er war auch eng mit seiner Heimatstadt Hamburg verbunden. Allein bis zum Jahr 2018 soll er insgesamt eine Milliarde Euro in die Hansestadt investiert haben. Mit der Kühne-Stiftung, die er 1976 gründete, engagierte er sich auch gesellschaftlich in den Schwerpunktbereichen Logistik, Klima, Medizin und Kultur. Nach eigenen Angaben ist die Stiftung eine der größten ihrer Art in Europa.
Kühne hinterlässt Ehefrau Christine Kühne, die er 1989 heiratete. Das Paar hat keine leiblichen Kinder.
Quelle: ZDF, dpa, SID



