Bundesaußenminister Johann Wadephul ist zu einem Solidaritätsbesuch in der Ukraine eingetroffen. Nach seiner Ankunft mit einem Sonderzug in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw verurteilte der Außenminister die zunehmenden Drohnen- und Raketenangriffe von Russland und warf ihnen „wahrlosem Mord an Zivilisten“ sowie gezielte Zerstörung der Energieinfrastruktur vor. „Wir stehen an der Seite der Ukraine. Wir unterstützen sie. Sie wird diese militärische Auseinandersetzung gewinnen„, sagte er.
Russland wolle die Lebensgrundlage der Menschen in der Ukraine zerstören und so ihren Durchhaltewillen brechen, sagte Wadephul weiter. Die Sommermonate Juli und August seien für die ukrainischen Bürgerinnen und Bürger die tödlichsten seit mehr als vier Jahren gewesen. „Nie vorher feuerte Russland mehr Raketen auf sein Nachbarland ab„, sagte er. Wadephul sicherte der Ukraine weitere Unterstützung zu. Wadephul hoffe darauf, dass Russland so zu Friedensverhandlungen bewegt werden könne. Dass eine Fortführung des Krieges Russland nur weiter in den wirtschaftlichen Ruin führe, werde immer mehr für die Menschen in Russland klar, sagte der deutsche Außenminister.
„Die immer wirrere Propaganda und immer totalitärere Unterdrückung im Inneren ist auch ein Zeichen der Schwäche des Regimes. Der einzige Ausweg ist Frieden – dass Putin dies endlich akzeptiert und endlich aufhört, auch die Jugend seines eigenen Landes in den tausendfachen Tod zu schicken, ist das Ziel all unserer Maßnahmen„, sagte er weiter. Kein Land investiere daher so viel in die militärische und finanzielle Unterstützung der Ukraine wie Deutschland.
Für den CDU-Politiker ist es die vierte Reise als Bundesaußenminister in die Ukraine, die seit 2022 von Russland und Machthaber Wladimir Putin angegriffen wird. Der Besuch wurde aus Sicherheitsgründen nicht öffentlich angekündigt. Im Mittelpunkt des Treffens stehen auch Gespräche mit der ukrainischen Führung. Zudem soll es auch um die Wintersicherungen sowie um die Vertiefung der deutsch-ukrainischen Sicherheitskooperation gehen.
Am kommenden Montag (24.08.) hat die Ukraine vor 35 Jahren ihre Unabhängigkeit von der Sowjetunion verkündet. An diesem Tag gibt es viele Feierlichkeiten, vor allem auch in der ukrainischen Hauptstadt.
Quelle: ARD



