Rund 14.000 Menschen sind in Deutschland in diesem Jahr im Zusammenhang mit der Hitzewelle gestorben. Das geht aus dem neuesten Wochenbericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Am häufigsten waren dabei Menschen ab 75 Jahren betroffen. Die bundesweit erhobenen Zahlen geben Aufschluss über die geschätzte Zahl der Hitzetoten bis zum 9. August.

Allein 9.600 der 14.000 Menschen starben laut RKI dieses Jahr in der besonders heißen 26. Kalenderwoche, also zwischen dem 22. und dem 28. Juni. Damals hatte es Rekordtemperaturen von bis zu 41 Grad in einigen Teilen Deutschlands gegeben.

In den vergangenen 10 Jahren gab es kein anderes Jahr, das so viele hitzebedingte Sterbefälle hatte wie das Jahr 2026. Der letzte höchste Wert wurde im Jahr 2018 mit geschätzt 8.900 hitzebedingten Sterbefällen registriert. Im Jahr 2019 wurden 7.600 Fälle verzeichnet. Nach Angaben des RKI handelt es sich dabei um konservative Schätzungen. Die Gesamtzahl der diesjährigen Hitzetoten könnte daher sogar noch höher liegen.

Letzte Woche hatte das RKI die Zahl der Hitzetoten auf 12.000 geschätzt. Diese Zahl kann sich nachträglich noch ändern. Der medizinische Geschäftsführer der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI), Uwe Janssens, erklärte, dass er diese Schätzung für zu niedrig hält. Er sagte, dass es sicherlich „mehrere Tausend Todesfälle mehr.

Gemessen an der Bevölkerung gab es dieses Jahr besonders viele Hitzetote im Saarland und in Rheinland-Pfalz, wie der aktuelle Bericht des RKI zeigt. Im Saarland sind demnach pro 100.000 Einwohner schätzungsweise rund 46 Menschen gestorben, in Rheinland-Pfalz rund 42 Menschen pro 100.000 Einwohner. Auch Hessen und Baden-Württemberg sind überproportional betroffen.

Quelle: ZDF, AFP, epd, dpa

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Waldemar
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