Seit 2012 sollte eine internationale Computerspielesammlung entstehen. Rund 1,5 Millionen Euro sind bisher für den Aufbau geflossen. Das Ziel war, die „weltweit größte Sammlung digitaler Spiele“ zusammenzutragen, mit mehr als 60.000 Computer- und Videospielen auf Modul, Diskette, CD, DVD und Blu-Ray-Discs. Nun wird das Projekt aufgegeben.

Die Initiatoren räumten ein, dass ein öffentlich zugängliches, dauerhaftes Archiv „durch das Fehlen der notwendigen öffentlichen Unterstützung“ nicht realisierbar sei. Die Gesellschafter haben deswegen einstimmig entschlossen, dass man das Projekt unter diesen Umständen nicht weiterzuverfolgen.

In einer Stellungnahme heißt es: „Das Aus für die ICS ist aus unserer Sicht sehr bedauerlich – wenn wir auch Verständnis für die politischen Gründe haben. Wir sind weiterhin überzeugt, dass es wie bei anderen Medien auch eine öffentliche Aufgabe ist, das Kulturmedium Games zu bewahren. Wir hoffen, dass dies in anderer Form in Zukunft doch noch umgesetzt wird. Dabei werden nicht nur die Erkenntnisse und Vorarbeiten der ICS helfen, sondern alle Gesellschafter stehen auch individuell als Partner zur Verfügung.

Das Bundesforschungsministerium, das seit Mai 2025 für die Games-Politik im Land zuständig ist, teilte auf Anfrage des Portals „Gameswirtschaft“ mit: „Der nächste Schritt wäre die dauerhafte Etablierung der ICS als physische Einrichtung, mit eigenen Archivräumen und Arbeitsplätzen zur Nutzung des Archivguts. Da dafür eine längerfristige Finanzierung benötigt wird, wäre eine sogenannte ‚Institutionelle Förderung‘ notwendig, die jedoch an hohe haushaltsrechtliche Hürden geknüpft ist. Die Möglichkeit einer institutionellen Förderung wurde im BMFTR geprüft, ist jedoch aktuell für die ICS nicht umsetzbar.

Quelle: Gameswirtschaft

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Waldemar
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