Die Bundesregierung will das gesamte Paket der Rentenkommission umsetzen. Das hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in einer Pressekonferenz bekanntgegeben. „Alle Elemente dieses Reformpakets, ich betone, alle Elemente dieses Reformpakets müssen jetzt zügig umgesetzt werden“, sagte er in Berlin. „Wir können es uns nicht erlauben, einzelne Maßnahmen herauszunehmen oder abzulehnen.“ Die Reformvorschläge bilden ein Gesamtkonzept, „das nur in seiner Gesamtheit funktioniert“, sagte der Kanzler.
Man wolle mit dieser grundsätzlichen Reform perspektivisch erreichen, dass das Rentenniveau steigt und die Beiträge sinken. Merz und Bundesarbeitsministerin Bärbel Bas (SPD) betonten die Bedeutung der Einführung einer verpflichtenden Kapitalrente. Die jüngere Generation werde damit später eine höhere Rente haben als die Rentner heute, sagte Bas. „Es gibt jetzt kein Rosinenpicken, es ist ein Gesamtkunstwerk“, sagte die SPD-Co-Vorsitzende weiter.
Bas betonte, dass es wichtig sei, dass die Kommission ihre Vorschläge einstimmig vorgelegt habe. Merz und Bas unterstrichen zudem, dass die gesetzliche Rente als erster Pfeiler der Altersvorsorge entscheidend bleibe. In dem Paket greife alles ineinander, sodass man nicht das eine oder andere weglassen könne.
Für die Umsetzung der Kommissionsvorschläge müssen auch die Koalitionsfraktionen mitgenommen werden. Bas sagte, dass sie sehr zuversichtlich sei, dass dies gelingen könne.
Die Vorschläge der Rentenkommission war auch ein Thema bei UPDATE vom 22. Juni – Zu finden auf Derchotv.de und YouTube.com/@Derchotv
Quelle: ZDF, Reuters, dpa



