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Iran und USA beginnen ihre Gespräche in der Schweiz

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Hochrangige iranische und US-Vertreter beginnen heute (21.06.) in der Schweiz mit den Verhandlungen über ein finales Abkommen für ein Ende des Krieges. Das Ziel ist, die von beiden Ländern unterzeichnete Absichtserklärung zu konkretisieren und Lösungen für Punkte zu finden, bei denen beide Seiten sich noch nicht einigen können. Vor allem das iranische Atomprogramm könnte hier zu einem Stolperstein werden. Die Absichtserklärung sieht vor, dass innerhalb von 60 Tagen eine endgültige Vereinbarung ausgehandelt wird.

Wie schwierig das werden wird, zeigte sich schon gestern (20.06.): Denn nachdem Israel den Süden Libanons wieder angegriffen hatte, teilte der Iran mit, dass die Straße von Hormus wieder geschlossen wird. Die für den Handel wichtige Meerenge wurde erst vor wenigen Tagen wieder geöffnet. Die Öffnung der Meerenge war eine der Bedingungen aus der Absichtserklärung.

Im Gegenzug hatten die USA ihre Blockade an den iranischen Häfen aufgehoben. Das US-Militär widersprach der Darstellung einer erneuten Schließung und bekräftigte, dass der Schiffsverkehr weiterhin laufe.

Während der Verhandlungen darf der Iran nicht wie angedroht Gebühren für die Durchfahrt der Straße von Hormus verlangen. Nach deren erneuter Schließung drohte US-Präsident Donald Trump seinerseits mit einer Maut in der Meerenge. Sollte aber kein finales Abkommen zustande kommen, könnten sich die USA ihre Dienste als „Schutzengel“ der Region vergüten lassen, schrieb Trump auf Social Media.

Die Gespräche finden im Luxusresort Bürgenstock, in der Nähe von Luzern statt. Auch Vertreter aus Pakistan und Katar nehmen teil. Für die USA ist am Sonntagmorgen US-Vizepräsident JD Vance eingetroffen. Vor seinem Abflug sagte er: „Ich denke, wir werden hoffentlich Fortschritte in der Atomfrage erzielen und auch in der Frage der Waffenruhe im Libanon vorankommen.“ Neben Vance kamen auch Trumps Schwiegersohn Jared Kushner und der Sondergesandte Steve Witkoff mit.

Auf der Seite des Iran sind unter anderem der Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf als Verhandlungsführer und Außenminister Abbas Araghtschi dabei. Sie sind schon gestern Abend in der Schweiz eingetroffen. Für Pakistan, das vermitteln soll, kam der Premierminister Shehbaz Sharif in die Schweiz.

Ein zentrales Thema der Gespräche wird das iranische Atomprogramm sein. US-Präsident Donald Trump will sicherstellen, dass der Iran niemals eine Atombombe haben soll. Die iranische Führung sagte, dass man dies auch nicht vorhabe. Bei den Gesprächen geht es auch um Fragen, bei denen ihre Antworten teils weit auseinanderliegen. Es geht um die Frage, was mit dem angereicherten Uran geschehen soll und wie die künftigen Kontrollen des Atomprogramms aussehen sollen.

Quelle: ARD

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