FIFA-Präsident Gianni Infantino hat wohl hochrangige Mitarbeiter des Weltfußballverbands zu einer Krisensitzung nach Rabat einberufen. Dies berichteten die Zeitung „The Times“ und der Nachrichtensender Sky News am Dienstagabend (04.08.) übereinstimmend. Das Treffen in der marokkanischen Hauptstadt, wo sich Infantino aktuell aufhält, soll demnach morgen (05.08.) stattfinden. Der Druck auf Infantino ist nach dem Scheitern des Investorendeals deutlich größer geworden.

Von einem Rücktritt wollte der 58-Jährige nichts wissen. Er postete auf Instagram viele Fotos mit Erinnerungen an die vergangene Fußball-WM oder hat auch Unterstützerschreiben einzelner Verbände veröffentlicht. Es gibt aber auch Gegenwind: Heute hatten erst Generalsekretär Mattias Grafström und FIFA-Direktor Arséne Wegner von Infantino distanziert.

Auch der Präsident des jordanischen Fußball-Verbands, Prinz Ali bin al-Hussein, erhob schwere Vorwürfe gegen Infantino. Der Druck auf die Mitgliederverbände, Infantino bei der nächsten Wahl im nächsten Jahr zu unterstützen, komme einer „Erpressung gleich„. Er und sein Verband hätten „ihn früher nicht unterstützt und werden das auch jetzt ganz sicher nicht tun„, schrieb er auf der Plattform X, ehemals Twitter. Al-Hussein trat 2016 gegen Infantino bei der Präsidentenwahl der FIFA an, die er dann gegen den Schweizer verlor.

Auch zu hohe Steuern während der WM-Spiele in diesem Jahr und ausgebliebene Prämienzahlungen warf al-Hussein der FIFA vor. Es sei „offensichtlich„, dass das eigentliche Problem des Weltverbands „in der Führungsebene liegt„, hieß es von al-Hussein weiter.  

Quelle: ZDF, SID, Sky News,

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Waldemar
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