Der Tech-Milliardär Elon Musk hat rechtliche Schritte gegen das ZDF angekündigt. Grund seien „ungeheuerliche Lügen“ des TV-Senders im Zusammenhang mit rassistischen Krawallen in Belfast letzte Woche.
Das ZDF hatte letzte Woche über die Rolle der sozialen Medien bei den Ausschreitungen in Nordirland berichtet und dabei auch beleuchtet, wie Musk und der rechtsextreme Influencer Tommy Robinson die Proteste befeuerten. In der Anmoderation der Sendung hieß es, dass ein rassistischer Mob in Belfast Jagd auf Migranten gemacht habe. Dazu aufgerufen hätten ein britischer Rechtsextremist und Elon Musk.
Musk hatte tatsächlich in einem Post auf seiner Plattform X, ehemals Twitter, einen Post des Rechtsextremisten Robinson geteilt, in dem der Rechtsextremist zur Teilnahme an den Protesten in Belfast aufrief. Dazu schrieb Musk: „Nur durch wiederholtes und lautes Protestieren wird es Veränderungen geben!“ Zur „Jagd auf Migranten„, wie es in der Anmoderation hieß, rief Musk in dem Post, den das ZDF zeigte, tauchte nicht auf. Auch ansonsten lieferte das ZDF keine Belege für so eine Aussage von Musk.
Das ZDF reagierte inzwischen auf die Kritik an der Sendung. „Die Formulierung ist unpräzise und deshalb missverständlich. Tommy Robinson hat nach dem Messerangriff in Belfast zu Protesten aufgerufen. Der Post wurde von Elon Musk geteilt„, heißt es in einem redaktionellen Hinweis, den man online veröffentlichte. Ob aber Musk auch wirklich rechtliche Schritte einleiten wird, ist nicht bekannt.
Letzte Woche hatten rassistische Krawalle in Belfast erschüttert, nachdem ein Flüchtling aus dem Sudan für einen Messerangriff wegen versuchten Mordes angeklagt wurde. Randalierer waren dann vermummt durch die Straßen gegangen und haben Fahrzeuge in Brand gesetzt und Wohnhäuser angezündet. Es mussten Bewohner gerettet werden und Polizisten wurden verletzt. Musk wurde durch einen Post auf X darauf aufmerksam gemacht.
Quelle: RND



