Die britische BBC will einem Medienbericht zufolge Hunderte von Stellen in ihrer Nachrichtenredaktion streichen. Dies sei der erste Schritt eines umfassenden Personalabbaus des öffentlich-rechtlichen Senders, berichtet die „Financial Times“ heute (15.06.) unter Berufung auf Insider. Die Maßnahmen soll demnach nächste Woche angekündigt werden.
Die Abteilungen der BBC wurden angewiesen, ihre Kosten um etwa ein Zehntel zu senken. Insgesamt dürften damit rund 2.000 Stellen wegfallen, um Hunderte Millionen Pfund einzusparen. In der Nachrichtenredaktion der BBC arbeiten etwa ein Viertel der rund 20.000 Mitarbeiter der BBC.
BBC News werde die Kürzungspläne voraussichtlich als erste vorstellen, berichtet die „Financial Times“. Weil die Ausgaben in diesem Bereich ja zum großen Teil aus Personalkosten bestehen, fällt der Stellenabbau dort im Vergleich zu anderen Abteilungen der BBC überproportional hoch aus. Insider warnten aber laut der Zeitung, dass die Einschnitte sich auch auf bestimmte Sendungen im Radio und TV auswirken und das dies auch für die Zuschauer spürbar sein dürften.
Hintergrund der Sparmaßnahmen bei der BBC sind die Verhandlungen in den kommenden Monaten mit der britischen Regierung über die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Senders. Die BBC lehnte nach Informationen der „Financial Times“ eine Stellungnahme ab. Die Nachrichtenagentur Reuters konnte den Bericht zunächst nicht überprüfen.
Quelle: Handelsblatt, Financial Times



