Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) setzt auf den Bau von neuen Waffensystemen zusammen mit der Ukraine. Dazu soll die Zusammenarbeit beider Seiten weiter ausgebaut werden, sagte der Minister gegenüber der dpa in der ukrainischen Hauptstadt Kyjiw. Dort ist er am Montagmorgen (11.05.) zu einem nicht öffentlich angekündigten Besuch angekommen. Diese Kooperation als Teil einer strategischen Partnerschaft zu stärken, sei das Hauptziel seiner Reise.

Deutschland und die Ukraine sind strategische Partner, die beide von der Kooperation profitieren. Daraus ergeben sich zahlreiche neue Projekte„, sagte Pistorius. Weiter sagte er: „Im Fokus steht die gemeinsame Entwicklung modernster unbemannter Systeme in allen Reichweiten, gerade auch im Bereich ‚deep strike‘. So stärken wir die Sicherheit unserer Länder.

Als „deep strike“ wird die Fähigkeit bezeichnet, wichtige Angriffsziele weit im Hinterland eines gegnerischen Landes zu zerstören. Die europäischen NATO-Partner haben im Bereich der weitreichenden Waffen noch sogenannte Fähigkeitslücken. Der Verteidigungsminister hält es für nötig, dass die NATO-Staaten diese schnellstmöglich schließen.

Pistorius sagte, dass die Bundesregierung weitere deutsch-ukrainische Gemeinschaftsunternehmen anstrebe. „Dabei profitieren wir von den Erfahrungen der Ukrainer auf dem Gefechtsfeld. Außerdem planen wir, über die Plattform ‚Brave One‘ Entwickler, die vielversprechende Innovationen vorweisen können, zu fördern„, sagte er. Um einen Mangel an weitreichenden Waffen auszugleichen, hat die Ukraine inzwischen umfangreiche Eigenentwicklungen gemacht. So gilt sie im fünften Jahr des Krieges gegen Russland als ein weltweit führendes Land beim Kampf mit Drohnen. Aus leidvollen Erfahrungen an der Front wurden neue Einsatzverfahren abgeleitet.

Quelle: ZDF, dpa

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Waldemar
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