Anfang der Woche haben Beschäftigte der Hasbro-Tochtergesellschaft Wizards of the Coast angekündigt sich in einer Gewerkschaft organisieren zu wollen. Wie die Gruppe „United Wizards of the Coast“ in einem offenen Brief schreibt fordern sie von der Geschäftsführung die Anerkennung der Gewerkschaft bis Freitag (01.05). Gleichzeitig haben Sie eine Wahlpetition beim National Labor Relations Board (NLRB) eingereicht, welches in den USA die für Gewerkschaftswahlen und die Einhaltung von Arbeitsrecht zuständige Behörde ist.

In ihrem offenen Brief fordert die Gruppe einen besseren Kündigungsschutz, klare Grenzen im Einsatz von künstlicher Intelligenz sowie Maßnahmen gegen vepflichtende Crunch-Phasen, in denen Mitarbeiter zu Überstunden gedrängt werden. Hintergrund für die aktuellen Gewerkschaftsbestrebungen bei Wizards of the Coast dürfte die insgesamt stark angespannte Lage innerhalb der Spielindustrie sein, Viele Spielegiganten wie EA, Ubisoft, Epic Games oder auch Microsoft haben in den letzten Monaten zahlreiche Entlassungen oder Studioschließungen angekündigt.

Wizards of the Coast ist keineswegs ein unbekannter Name in der Branche. Denn neben dem erfolgreichen Trading-Card-Game „Magic: The Gathering“ sind sie auch die Herausgeber erfolgreicher Rollenspiele wie „Dungeons & Dragons“, welches als erstes Pen-&-Paper-Rollenspiel gilt und seit über 50 Jahren Spieler auf der gesamten Welt sowohl online als auch offline in eine fantastische Welt abtauchen lässt, oder „Star Wars“, auf dessen Grundlage auch das von BioWare entwickelte „Star Wars: Knights of the Old Republic“ aus dem Jahre 2003 basiert.

Quelle: heise online

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