Nach dem Angriff auf eine Veranstaltung am vergangenen Wochenende in Washington mit US-Präsident Donald Trump behauptet er nun, dass er den Secret Service gebremst habe. „Ich wollte sehen, was passiert, und ich habe es ihnen nicht einfach gemacht, ich wollte alles sehen„, sagte Trump in einem Interview mit dem TV-Sender CBS. Unterdessen wächst die Kritik am Sicherheitskonzept der Veranstaltung. Auch der US-Kongress hat sich eingeschaltet.
Trump war besorgt, aber es war für ihn nicht die erste Situation dieser Art gewesen. In diesem Moment, als Schüsse zu hören waren, habe er zu den Sicherheitskräften gesagt: „Wartet kurz, wartet, wartet. Lasst es mich sehen.“ Doch als klar war, dass die Situation ernst war, habe er sich von den „tollen Leuten“, wie er sie nannte, in einen sicheren Raum bringen lassen. Der 79-Jährige betonte, er sei ganz aufrecht gegangen. Dort angekommen, habe er sich immer wieder an den Secret Service gewandt: „Ich habe versucht, sie dazu zu bringen, das Event fortzusetzen„, erinnert sich Trump.
In der Zwischenzeit wird das Sicherheitskonzept des White House Correspondents Dinner kritisiert. Wie die „Washington Post“ unter Berufung auf ungenannte Quellen berichtet, stufte die Regierung das Event nicht mit einer Sicherheitsstufe ein, die für ähnliche Versammlungen hochrangiger Amtsträger üblich ist. Neben Trump waren auch Vizepräsident JD Vance, Außenminister Marco Rubio, Verteidigungsminister Pete Hegseth und weitere Regierungsvertreter im Raum.
Die Einstufung wird üblicherweise vom Secret Service vorgenommen, könnte dieses Mal jedoch ausgeblieben sein, wodurch nicht die von Ressourcen abgerufen wurden. Der republikanische Senator Chuck Grassley setzte eine Anhörung an, um sich vom Secret Service über das Sicherheitskonzept informieren zu lassen.
Quelle: SPIEGEL, dpa, CBS News



