Nach dem Beschuss eines iranischen Frachtschiffs im Golf von Oman durch die US-Marine hat die iranische Armee Vergeltung angekündigt. Ein Sprecher des iranischen Generalstabs: „Die Streitkräfte der Islamischen Republik Iran werden bald zurückschlagen und Vergeltungsmaßnahmen gegen diesen Akt bewaffneter Piraterie und gegen die amerikanische Armee ergreifen.“ Ein Sprecher des iranischen Generalstabs warf den USA vor, den bis Mittwoch (22.04.) laufenden Waffenstillstand verletzt zu haben. Das Schiff kam aus China. Nach dem Angriff der US-Marine hätten iranische Streitkräfte einige amerikanische Kriegsschiffe mit Drohnen attackiert.
Die USA haben eine Blockade der Schiffe verhängt, die aus iranischen Häfen auslaufen oder diese ansteuern. US-Präsident Donald Trump hatte gestern im Internet mitgeteilt, dass die US-Marine auf den Frachter „Touska“, der unter der iranischen Flagge fährt und mit US-Sanktionen belegt ist, geschossen und das Schiff unter ihre Kontrolle gebracht hat.
Vorher hatte das iranische Regime den USA vorgeworfen, den seit dem 8. April geltenden Waffenstillstand verletzt zu haben, indem es am vergangenen Samstag (18.04.) Angriffe in der Straße von Hormus gestartet habe, die sich seinen Angaben zufolge gegen ein französisches und ein britisches Schiff gerichtet hatten.
Der Angriff auf das iranische Frachtschiff ereignete sich kurz vor dem Auslaufen der zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den USA und Iran, die am Mittwoch endet. Trump kündigte gestern (19.04.) an, dass US-Unterhändler heute Abend (20.04.) zu weiteren Verhandlungen in Pakistan eintreffen werden. Doch der Iran erteilte einer neuen Verhandlungsrunde mit den Amerikanern vorerst eine Absage. „Es gibt derzeit keine Pläne, an der nächsten Runde der Gespräche zwischen dem Iran und den USA teilzunehmen„, berichtete das iranische Staatsfernsehen unter Berufung auf iranische Quellen. Die ersten Verhandlungen vor mehr als einer Woche sind ohne Ergebnisse zu Ende gegangen.
Quelle: ZDF, AFP, Reuters, AP, dpa



