Passagiere der Lufthansa müssen sich weiter auf weitere massive Probleme einstellen. Denn die Airline wird am vierten Tag in Folge bestreikt. Sowohl das Kabinenpersonal als auch die Piloten haben heute die Arbeit niedergelegt. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hatte schon Anfang dieser Woche zu Streiks aufgerufen. Heute und morgen streiken die Piloten erneut.
Die Gewerkschaft Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) bestreikt alle Abflüge der Kernmarke Lufthansa von den Drehkreuzen Frankfurt am Main und München sowie die Abflüge der Tochter Cityline. Sie will damit Druck im Streit um einen neuen Manteltarifvertrag machen. Schon letzte Woche gab es Streiks von der UFO.
Alleine am Flughafen Frankfurt am Main muss die Lufthansa in dieser Woche insgesamt bis zu 3.000 Flüge streichen. Für heute registrierte der Betreiber Fraport 656 Annullierungen bei 1.313 geplanten Starts und Landungen. Die Zahlen beziehen sich auf sämtliche Fluggesellschaften, die während der Streichungen im Wesentlichen der Lufthansa zuzurechnen sind.
Im Internet können sich Reisende über die Einschränkungen informieren.
Die Gewerkschaft VC will neben der Kernmarke Lufthansa und der Cityline auch die Tochter Eurowings bestreiken. Dort geht es um den Streit der betrieblichen Altersversorgung der Piloten. Eurowings schafft es nach Angaben eines Firmensprechers, mehr als 70 Prozent der geplanten Flüge in die Luft zu bringen, berichtete der Hessische Rundfunk. Zur Begründung für den erneuten Streikaufruf erklärte der Präsident der Gewerkschaft Andreas Pinheiro, dass es keine Bewegung seitens der Arbeitgeber gegeben hat.
Eine mögliche Schlichtung ist abgelehnt worden. Weil das Unternehmen und die Gewerkschaft sich nicht auf den Umfang der zu schlichtenden Tarifthemen einigen konnten. VC-Präsident Pinheiro hielt der Lufthansa vor, das Angebot abgelehnt zu haben. Die Arbeitgeberseite habe umfassende Forderungen zur Bedingung gemacht und unter anderem über abgeschlossene Tarifverträge mit teilweise langer Laufzeit reden wollen.
Die Lufthansa erklärte hingegen, dass das Ziel der Schlichtung ausschließlich die Befriedung sämtlicher Konflikte sein müsse, sagte ein Sprecher. Dies sei mit der VC, die sich streikfähig habe halten wollen, nicht zu machen gewesen.
Quelle: ARD



