Pendler müssen heute (02.02.) etwas umplanen, um auf die Arbeit zu kommen. Bei rund 150 städtischen Verkehrsunternehmern bleiben die Busse und Stadtbahnen auf dem Betriebsgelände. Die Gewerkschaft Verdi hat heute zu Warnstreiks im kommunalen Nahverkehr aufgerufen.
Beschäftigte haben auch am frühen Montagmorgen mit Beginn der Frühschicht die Arbeit niedergelegt, wie dies ein Sprecher der Verdi bestätigte. Damit will man in der aktuellen Tarifrunde für knapp 100.000 Beschäftigte in den 150 städtischen Verkehrsunternehmen und Busbetrieben Druck auf die Arbeitgeber machen.
Seit November laufen die Verhandlungen, die meist mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden. Und da fordert Verdi bessere Arbeitsbedingungen im kommunalen Nahverkehr, wie durch Verkürzung der Wochenarbeitszeit und der Schichtzeiten, der Verlängerung der Ruhezeiten und höhere Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland und Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird noch dazu über die Löhne und Gehälter verhandelt. Die Arbeitgeber kritisieren die Streiks als unverhältnismäßig.
Private Subunternehmen sind nicht von den Streiks betroffen. Auch die Deutsche Bahn nicht, die erklärte, dass die Züge ohne Einschränkungen fahren. Bei früheren Warnstreiks waren S-Bahnen teils eine häufig genutzte Möglichkeit, auch innerhalb der Großstädte zumindest etwas voranzukommen.
Thomas Müther, Sprecher des ADAC, sagte: „Auf den Hauptstrecken wird es zur Rushhour noch voller werden.“ Wer mit dem Auto unterwegs sein müsse, sollte zumindest die Stoßzeiten (7 und 9 Uhr und 16 bis 18 Uhr) meiden und sich vorab auch über die Verkehrslage informieren, rät der ADAC. „Es lohnt sich, sehr früh loszufahren. Auch Fahrgemeinschaften können eine Option sein„, erklärte der ADAC-Sprecher.
Quelle: ntv, AFP, dpa



