Fast zwei Jahre nach Beginn des Gaza-Kriegs hat die Führung in Israel entscheiden, dass es eine weitere Verschärfung der Kämpfe in Gaza geben wird. Das israelische Sicherheitskabinett stimmte einen Plan zur Einnahme der Stadt Gaza zu, teilte das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am frühen Freitagmorgen (08.08.) mit. Das Gremium billigte nach stundenlangen Beratungen einen entsprechenden Militäreinsatz.

Das Sicherheitskabinett beschloss nach Angeben des Büros von Netanjahu zudem fünf Prinzipien, um den Krieg im Gazastreifen zu beenden. Dazu gehören unter anderem die militärische Kontrolle des Küstengebiets durch Israel und die komplette Entwaffnung der radikal-islamischen Hamas sowie der Entmilitarisierung des Gazastreifens. Danach solle dort außerdem eine alternative Zivilregierung aufgebaut werden.

Israel kontrolliert gewärtig nach Medienberichten rund drei Viertel des weitgehend zerstörten Gazastreifens, in dem insgesamt etwa zwei Millionen Palästinenser leben. Schon seit Anfang dieser Woche wurde über eine Einnahme des Gazastreifens durch Israel spekuliert worden. Die nun angekündigten Pläne gehen der offiziellen Mitteilung zufolge vorerst nicht so weit.

In einem Interview mit dem Nachrichtensender Fox News kurz vor Beginn der Sitzung des Sicherheitskabinetts sagte Netanjahu, Israel wolle das Gebiet nicht dauerhaft besetzen, sondern es von der Hamas befreien, um es schließlich an andere Kräfte zu übergeben. Dies sollen Kräfte sein, die nicht wie die Hamas die Vernichtung Israels anstreben, sagte er.  Weiter sagte Netanjahu: „Wir wollen ihn (den Gazastreifen) nicht behalten. Wir wollen eine Sicherheitsgrenze haben. Wir wollen ihn nicht regieren.“ Konkret wollte er sagen, dass man den Gazastreifen an „arabische Kräfte“ übergeben wolle.

Quelle: ZDF, AFP, dpa, AP

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Waldemar
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