Die Zahl der Toten bei den Überflutungen im US-Bundesstaat Texas steigt immer weiter. Insgesamt seien mehr als 60 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten Tote gab es in dem Gebiet Kerr County.

Weil das Ausmaß der Überflutung immer noch nicht klar ist und weiterhin nach Vermissten gesucht wird, könnte die Zahl der Toten noch ansteigen. Insgesamt werden noch rund 40 Menschen vermisst. Vor allem in der Gegend um Kerrville haben viele Erwachsene in der Nähe des Wassers gezeltet und waren auch mit Wohnmobilen angereist. Besonders ein Sommercamp für Mädchen stand im Mittelpunkt. Es werden immer noch zehn Camper und ein Betreuer vermisst.

Greg Abbott, der Gouverneur von Texas, besuchte eigenen Angaben zufolge am vergangenen Samstag das Camp. Er sei schockiert gewesen, schrieb er auf der Plattform X, ehemals Twitter. Die Anlage ist komplett verwüstet worden. Er habe das noch nie bei so einer Naturkatastrophe erlebt.

Die Kritik wird unterdessen an den Behörden lauter, wegen der Warnsysteme. „Viele Menschen fragen ‚Warum‘ und ‚Wie‘, und ich verstehe das“, sagte der republikanische Kongressangeordnete Chip Roy. Sein Wahlkreis gehört zu den betroffenen Gebieten. Der Nationale Wetterdienst hatte am Donnerstag (03.07.) eine Reihe von Meldungen zu Sturzfluten herausgegeben. Am frühen Freitagmorgen (04.07.) erhöhte sich dann die Warnstufe auf Notfallniveau und machte auch deutlich, dass eine dringende und unmittelbare Gefahr bestand.

Lokale Behördenvertreter verteidigten ihr Vorgehen und unterstrichen, dass niemand so ein Überschwemmungspotenzial erkannt habe. „Wir wissen, dass wir hier Regen bekommen. Wir wissen, dass der Fluss anschwillt“, sagte der oberste Verwaltungsbeamte von Kerr County, Rob Kelly. „Aber niemand hat das kommen sehen“, sagte er weiter.

Quelle: ZDF

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Waldemar
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